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hawo - Siegelgeräte

Weltweit nimmt die Zahl der registrierten Nosokomialinfektionen, also Infektionen nach ärztlichen Behandlungen, zu. In vielen Fällen ist das mit einer nicht fachgerechten Instrumentenaufbereitung zu begründen. Dabei spielt einerseits die mangelnde Zeit, andererseits eine nicht zeitgemäße Ausstattung der Praxis eine Rolle.
Die richtige Aufbereitung der Instrumente trägt also wesentlich dazu bei, Infektionen in der (zahn)ärztlichen Praxis
unter Kontrolle zu bekommen.

Oberstes Ziel jedes Verpackungssystems für Medizinprodukte, die in der Endverpackung sterilisiert werden, ist die Aufrechthaltung der Sterilität bis zur Anwendung sowie zur aseptische Bereitstellung am Patienten. Die Validierung von Verpackungsprozessen ist entscheidend, um zu gewährleisten, dass die Unversehrtheit des  Verpackungssystems immer erreicht wird und bis zur Anwendung erhalten bleibt.
Der Siegelnahtprozess ist im Rahmen der Aufbereitung von Medizinprodukten als ein Teil dieser Prozesskette zu sehen. Durch die Forderungen im Medizinproduktegesetz und in der Medizinproduktebetreiberverordnung ist auch dieser Prozess zu validieren.
Die internationale Norm DIN EN ISO 11607, Teil 2 beschreibt die Validierung der Verpackungsprozesse.
Sie diente als Grundlage für die Erstellung einer Leitlinie, die als Orientierungshilfe für die Durchführung der Validierung in der Praxis zu verstehen ist.

Diese Leitlinie können Sie sich hier oder im Downloadbereich herunterladen.

 

Der perfekte Kreislauf der Instrumentenaufbereitung besteht aus drei Schritten:
1. Maschinelle Reinigung und Desinfektion
2. Verpackung
3. Sterilisation

Der Sterilgutverpackung (Punkt 2) kommt dabei die Aufgabe einer Barriere für Mikroorganismen nach der Sterilisation zu. Allein die Verpackung ist dafür verantwortlich, dass das fachgerecht aufbereitete  Instrument bis zur Anwendung am Patienten auch steril bleibt. Der Sicherheitsstandard bei der Verpackung hängt darüber hinaus von der Art der Verpackung ab. Um maximale Sicherheit zu gewährleisten, ist es deshalb wichtig, den eigenen Prozess der Aufbereitung (Infection Control Process) nochmals zu überprüfen:

1.Verwenden Sie nur Dampfsterilisatoren (Autoclaven) mit 3 fach Vakuumfunktion und dazu passendes Verpackungsmaterial. Heißluftsterilisatoren sind nicht mehr zeitgemäß!
2.Verwenden Sie nur heißsiegelbare Verpackungen. Studien belegen, dass bei der Verwendung von Self Seal Pouches mit einen Restrisiko von 30% zu rechnen ist, d.h. ca. 1/3 der verpackten Instrumente konnten nicht bis zur Anwendung steril gehalten werden.
3.Verwenden Sie nur Siegelgeräte, die dem Standard DIN 58953-7 entsprechen. Nur diese gewährleisten ein reproduzierbares Siegelergebnis – einfache Haushaltsgeräte haben in der Praxis nichts zu suchen.

Denken Sie bei der Auswahl Ihres Verpackungssystems auch an Ihre Kosten. Heißsiegelfähige Verpackungsmaterialien als Rollenware sind günstiger als selbstsiegelbare Materialien. Das Siegelgerät ist schnell amortisiert und Sie können sicher sein, dass Sie alle nationalen Standards erfüllen.

Hawo hat speziell für die Praxis Siegelgeräte entwickelt, die nicht nur durch ihre Leistungsfähigkeit sondern auch durch ihr inovatives Design bestechen.

hd 320 MS-8 (Imulssiegelgerät)
Das Impulssiegelgerät hd 320 MS-8 dient dem manuellen Versiegeln von medizinischen Klarsichtbeuteln und -schläuchen (vorgefertigte Sterilbarrieresysteme (SBS)) in Arzt- und Zahnarztpraxen. Durch seine kompakte  Bauweise ist es ideal für kleinere Einrichtungen.



hd 680 DE (Folien-Durchlaufsiegelgerät)
Das Durchlaufsiegelgerät hd 680 DE dient dem automatischen Versiegeln von Sterilbarrieresystemen (SBS) in Arzt- und Zahnarztpraxen, Krankenhäusern, Kliniken und Labors. Durch die Siegelgeschwindigkeit von 10 m/min ist es ideal für ein hohes Instrumentenaufkommen.


Natürlich stehen Ihnen auch alle anderen Siegelgeräte von hawo zu Verfügung.

5 Praxis-Tipps für das fehlerfreie Versiegeln:

1. Benutzen Sie nur professionelle, für den Hospitalbereich geeignete Siegelgeräte!
Siegelgeräte, bei denen ein Siegelparameter manuell ausgeführt wird, sind im Hospitalbereich undenkbar (z. B. einfache Küchengeräte). Sie bieten keinen Schutz.

2. Achten Sie auf validierbare Verpackungsmaterialien!
Selbstsiegelbare Verpackungen sind nicht validierbar, da sie manuell vom Anwender verschlossen werden. Eine Reproduzierbarkeit kann nicht gewährleistet werden.

3. Lassen Sie dem Füllgut genug Raum!
Unterdimensionierte Verpackungen führen zur Überfüllung des Beutels und somit zu einer fehlerhaften Siegelnaht.

4. Sichern Sie spitzes oder scharfkantiges Füllgut!
Die Verpackung und die Siegelnaht werden bei mangelnder Sicherung beschädigt – die Sterilität ist nicht mehr gewährleistet.

5. Auf die richtige Entnahme kommt es an!
Eine Entnahme des Sterilguts darf nur durch ein Trennen der Siegelnaht und nicht durch ein „Durchbrechen“ des Papiers erfolgen. Achten Sie deshalb auf einen Überstand zwischen Siegelnaht und Folienende von mindestens 1 cm.